Heimspiel 1:0 für mich

von Verena

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Am Wochenende war das Sommerglück so richtig auf meiner Seite. Seit Jahren stand ein Gartenfest mit meinen Herzmenschen ganz ganz oben auf meiner Das-Will-Ich-Unbedingt-Machen-Liste. Zwar musste ich dafür stolze zweiunddreißig Jahre alt werden, allerdings glaube ich, dass es keinen besseren Zeitpunkt gegeben hätte als meinen diesjährigen Geburtstag.

Der Garten, in dem ich schon mit voller Windel gehen lernte, mit meinem älteren Bruder Maikäfer in Kübeln “gesammelt” habe oder mit sechs Jahren einen eigenen kleinen Kräutergarten anlegen durfte verwandelte sich am Freitag zu einem Ort voller Lachen, Freude und bot viel Raum für spannende Geschichten mit meinen Allerliebsten.

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Das Fenster zum Glück öffnete sich schon einige Wochen vorher, denn so eine Party soll ja auch geplant sein. Wer kommt, was gibts zum Futtern und oh ja welche Deko soll es denn eigentlich sein. Essen egal, Trinken egal, die Leute reißen sich sowieso  um ein Plätzchen am Biertisch. Halt! – am aufgebrezelten Biertisch, die nehm ich einfach alle mit. Aber die Deko, da muss ein Plan her. Ha! So in etwa ticke ich, obwohl natürlich die ersten Punkte diesmal zugegeben auch durchdacht waren. Schnell schnell Google fragen wieviel Fleisch, Bier, Wein, Knoblauchbrot, Salat, S0ßen und Kuchen müssen für etwa 30 Hungrige und Durstige ins Haus? Yay! Erledigt.

Ich sags euch das war eine Sache von fünf Minuten. Meine liebe Mutter hat mich zwar fünf vor Zwölf noch etwas gestresst und meinte ich hätte mich mit den Verzehr- und Trinkmengen ganz arg verrechnet aber sie behielt absolut  oder besser gesagt zu zweihundert Prozent Unrecht und alles klappte wunderbar.

Wie der Garten aussehen sollte, machte mir mehr “Sorgen”. Sorgen ist mit Abstand der unpassendste Ausdruck für dieses Problemchen ach aber ihr wisst schon was ich meine. Welche Farbe? Luftballons? Girlanden? Welche Tischdecke? Wie soll ich denn diese Bierbänke umhübschen? Kerzen? Fackeln? Musik? Blumenschmuck?

Die falschen Kamille und die Schafgarbe wurden charmant zerzaust in Szene gesetzt. Weder Geld noch Zeit reichte um teuren Blumenschmuck zu besorgen. Der Wildwuchs im schlichten Weck-Glas kam super an!

Die Tischdecke im Häkellook war nicht nur auf Instagram bei meiner Freundin Anna die Grande Dame sondern auch bei meinem Fest. Halleluja und Gott sei Dank hab ich gleich siebzehn Meter des guten Stückes im Sale geshoppt, nein um ehrlich zu sein hab ich sie fast umsonst bekommen, in unserem Stoffladen in der Stadt. Jetzt schmückt sie nicht mehr nur mein Zuhause sondern auch alle Tische meiner Gäste.  Ich kann’s ja verstehn.

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Für eine stimmungsvolle Hochsommer-Romantik sorgte eine weiße Lichterkette mit Lampions, die sich ab und zu herrlich gemütlich über unseren Köpfen von einer Brise Sommerwind zum Tanzen bringen ließ und langsam hin und her baumelte.

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Und warum hab ich das heuer endlich mal auf die Beine gestellt?

Um allen in der Runde wieder mal näher zu bringen wie wichtig eine Esskultur ist und um genau diese wieder mehr wertschätzen zu lernen.

Um zu essen, mit der großen Familie, mit besten Freunden und genügend Zeit und Ruhe ohne Ablenkung.

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Um eine freundliche Atmosphäre zu schaffen.

Um abzuschalten.

Hach tat nein TUT das gut!

Liebe Leute, Mando Diao singt grad noch All my senses fertig und dann mach ich Feierabend. So viel zur musikalischen Umrahmung. Und ihr so? Geburtstag feiern ist doch was Tolles? Wie schaut das bei euch aus?

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