Einfach machen?

von Verena

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Yep! Viel zu selten rücken wir näher zusammen. Viel zu selten verbringen wir so wertvolle Stunden mit unseren Liebsten. Freunden, Brüdern, Herzverwandten…

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Diese Fensterfront muss schleunigst geputzt werden. Dann das hier! Das Zimmer gehört längst vollkommen entrümpelt. Der Kasten aufgeräumt. Der Wocheneinkauf soll geplant werden. Das Kind gefüttert, gewickelt, bespaßt und geknuddelt werden – rund um die Uhr. Ach ja, die Freundin hat bald Geburtstag und mir fällt gerade ein, den Dauerauftrag hab ich vergessen. Sh*!

Für den Liebsten sollte ich noch ein warmes Essen für 18:00 Uhr auf den Tisch zaubern. Uff. Und meine eigene berufliche Zukunft. Die schwindelt sich auch mehrmals pro Nacht in meinen Kopf.  Und klopft an. Und will es endlich wissen. Dann wieder Ausbildungswochenende, Gelerntes üben und umsetzen…das klingt alles verdammt wichtig. Is es im Endeffekt aber nicht.

Einfach Stopp sagen. Einfach machen.

Ich bin schwanger. So schwanger, dass mittlerweile wirklich alle Pullis zu kurz sind.

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Und ich bin Mama eines bezaubernden kleinen Menschen. Irgendwo bin ich dann noch die Freundin meines besten Freundes und Mannes, mit dem ich seit fünf Jahren durch dick und dünn gehe. Diesen ‘Pflichten’ was eine erfüllte Partnerschaft angeht…komme ich wohl überhaupt nicht nach. Momentan.

Und trotzdem stützt er mich und irgendetwas uns.

Die Stunden für mich ganz alleine werden immer rarer. Mittlerweile seziere ich minutenweise Momente zum Atmen. Tief Luft holen.

Dieses verflixte Teil, es dreht sich immer schneller. Manche nennen es Hamsterrad. Die Überlegung, dieses Hamsterrad bzw. den Käfig in dem es sich dreht doch endlich mal hübsch rauszuputzen und glücklich zu dekorieren – weil dann geht es ja vielleicht noch schneller und besser – …, ist an und für sich ja ganz nett. Und sowas von Daneben!

Wer bitteschön pimpt denn freiwillig nen Hamsterkäfig auf? Über Bord mit dieser, nennen wir’s mal ‘Idee’.

So nicht. Ein Halt! und klares Nein zu dieser fürchterlichen Geschäftigkeit. Diesem schlechten Gewissen, wenn man einfach mal stehen bleibt. Um weiterzukommen.

Einfach Stopp sagen. Einfach machen.

Ein klares Ja zu mehr Herzlichkeit. Freude. Und tiefer Dankbarkeit, sich zu den Glücklichen zählen zu dürfen, die mit den Besten Lachen, Diskutieren, Tüfteln, Schweigen, Essen und Trinken dürfen. An einem ganz normalen Sonntag. Im Jänner. Manche Menschen sind für mich sowas wie Instant-Glück. Kennt ihr auch solche? Und diese gilt es zu sich zu holen. In das perfekte Chaos. In das eigene Zuhause. In die eigene Welt. Nicht bloß sonntags übrigens. Auch montags, dienstags, mittwochs…

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Platz für gesunde Gefühle schaffen. Und dabei nicht schummeln.

Dreckige Fensterfront. Dauerauftrag. Pff. Immer schön ruhig bleiben….happy slow living.

♥︎

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