Bread is on! Lecker ins Wochenende

von Verena

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Heute zeige ich euch einen kleinen Ausschnitt aus unserem Alltag. Die Kleinen lieben es momentan zu kneten, rollen, schneiden – kurz, sie lieben Brot backen.

Gestern habe ich mich kurzerhand entschlossen die oberösterreichischen “Mohnflesserl” ohne Mohn und Salzstangerl zu backen.

Die Tage davor waren etwas unruhig, die Kinder und ich im Allgemeinen unrund – umso schöner fand ich den Backtag mit ihnen. Denn so zufrieden schienen sie mir schon länger nicht mehr gewesen zu sein.

Jeder bekam seinen Teig. Alle durften kneten und formen was das Zeug hält – und ich erkannte für mich, dass das Ganze mehr als bloß Brot backen war. Es war viel mehr eine meditative Arbeit. Wie es bei mir auch das Wände Streichen, Möbel Umbauen oder Rücken oder das Anlegen des Hochbeetes für die Terrasse ist.

Viele stellen sich die Meditation als eine Aktivität vor in der man vor allem sitzt. Für mich hat Meditation mit Innehalten zu tun. Bewusst in den Seins-Modus zu wechseln. Im Augenblick zu sein ohne ihn verändern zu wollen und wahrzunehmen was passiert.

Ab diesem Zeitpunkt scheinen die Dinge rund um einen herum so einfach zu sein. Man entzieht sich der Hetze des Alltags und schafft notwendige Zeit für die Gegenwart. Und durch wen könnten wir besser in diese Momente reinfinden als durch unsere Lehrmeister, durch unsere Kinder?

Achtsamkeit.

Als alte buddhistische Praxis betrachtet findet sie immer mehr Beachtung. Mir kommt vor, jeder spricht davon. Jeder versucht rauszusteigen aus seinem Loch und will nur eines: Präsent sein. Harmonie mit sich selber spüren und jeden Augenblick in der Fülle schätzen lernen.

Nach 37 Salzstangerl und 12 Mohnflesserl sind wir am Ziel. Im Kontakt mit uns selbst.

Vor den Back-Sessions ziehen wir uns übrigens immer so richtig schmutzige Kleidung an. Das fühlt sich gut an. Gleichzeitig steigt man in die Rolle des Kindes ein. Probiert es aus!

Und die Kids finden das auch lustig, wenn Mama mit Mehl auf der Nase und Grasflecken sowie Teig auf der Hose rumläuft. Das Hemd voller Wasserfarben ist und der Frühstücksbrei vom Morgen noch am Kragen klebt.

Perfektionismus und Idealismus passen nicht in den Alltag mit Kindern. Und sonst auch nicht mehr zu mir.

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